Ausgangspunkt
Mietshaus aus dem Jahr 1920, 48 Wohneinheiten. Die Installation war wie in vielen Gebäuden dieser Epoche: Aluminiumkabel, fehlender Schutzleiter, „geliehene Nullen“, Etagenverteiler aus der Zeit der Zähler im Treppenhaus und interne Versorgungsleitungen, die den heutigen Belastungen – Induktionskochfelder, Waschmaschinen, Klimaanlagen – nicht mehr standhielten.
Wie wir eine solche Modernisierung etappieren
- Bestandsaufnahme und Projekt – wir begehen das Gebäude, messen, dokumentieren den Ist-Zustand; das Projekt stimmen wir mit dem Verwalter ab (und in denkmalgeschützten Gebäuden mit dem Denkmalschutzbeauftragten);
- Hauptversorgungsleitungen und Steigleitungen – neue interne Versorgungsleitungen und Steigleitungen Treppenhaus für Treppenhaus, so dass Stromunterbrechungen kurz und angekündigt sind;
- Wohneinheiten – Termine werden individuell mit den Bewohnern vereinbart, in der Wohneinheit neue Verteilung und Stromkreise mit Erdung;
- Gemeinschaftsbereiche – Beleuchtung von Treppenhäusern, Kellern und Verwaltungsstromkreise mit separater Zählung;
- Messungen und Dokumentation – am Ende Abnahmemessungen jedes Stromkreises, Protokolle und Bestandsdokumentation für den Verwalter.
Arbeit in einem bewohnten Gebäude
Die größte Herausforderung sind nicht die Leitungen, sondern die Menschen – 48 Familien, die während der gesamten Renovierung normal wohnen. Deshalb hängt der Zeitplan frühzeitig im Treppenhaus aus, Stromabschaltungen sind kurz und werden angekündigt, und nach jedem Arbeitstag bleiben die Korridore begehbar und sauber. Im denkmalgeschützten Inneren werden die Leitungen so verlegt, dass Details – Stuck, Tischlerarbeiten, originale Geländer – nicht beschädigt werden.
Ergebnis
Drei Monate vom ersten Steigstrang bis zum letzten Protokoll. Die Installation erfüllt die heutigen Normen, jede Wohneinheit hat eine neue Verteilung mit Fehlerstromschutzschalter, und der Verwalter – einen kompletten Satz digitaler Dokumentation. Die Umsetzung haben wir ohne eine einzige Reklamation abgeschlossen.
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