Einfamilienhaus: der einfachere Weg
Im Grunde gibt es drei Dinge zu bedenken:
- Ladeleistung vs. Hausleistung – eine 11 kW (dreiphasige) Wallbox entspricht oft der gesamten restlichen Hausleistung zusammen. Es gibt zwei Lösungen: Erhöhung der vertraglichen Leistung oder dynamisches Lastmanagement (DLM) – die Ladestation „spricht“ ständig mit dem Haus und drosselt, wenn Induktion oder Wärmepumpe in Betrieb sind. DLM gewinnt normalerweise: Das Auto lädt sowieso hauptsächlich nachts, wenn das Haus schläft;
- Dedizierter Stromkreis und Schutzvorrichtungen – die Wallbox erhält einen eigenen Stromkreis mit einem geeigneten RCD (Ladegeräte erfordern Schutz vor Gleichströmen – einige haben diesen eingebaut, was die Auswahl der Geräte in der Verteilung ändert);
- Montageort – Kabelführung, Schutz vor mechanischer Beschädigung, Reichweite des Kabels zur Ladebuchse des Autos.
Und das Laden „aus der Steckdose“? Im Notfall – ja, regelmäßig – nur nach Überprüfung des Stromkreises. Eine normale Steckdose wurde nicht für eine Entnahme von 10–16 A über 8 Stunden ununterbrochen ausgelegt; eine alte oder lockere Verbindung würde Nacht für Nacht heiß werden.
Block und Gemeinschaft: Verfahren statt Guerillataktik
Das Elektromobilitätsgesetz sieht einen Weg für Bewohner von Mehrfamilienhäusern vor: Antrag an den Verwalter und ein Gutachten zur Zulässigkeit der Installation einer Ladestation. Das Gutachten beantwortet Fragen, die eine Versammlung der Gemeinschaft nicht klären kann:
- ob die Anschlussleistung des Gebäudes eine Reserve für Ladepunkte hat;
- in welchem Zustand sich die WLZ und die Hauptverteilung befinden (dies ist oft ein „Engpass“ – mehr dazu im Leitfaden über WLZ und Steigleitungen);
- wie das Laden gemessen werden kann, damit derjenige zahlt, der lädt;
- wie die Stromversorgung zur Tiefgarage oder zu den Stellplätzen geführt werden kann.
Für die Gemeinschaft ist es am günstigsten, die Infrastruktur einmal für viele Plätze zu planen – anstatt fünf separater Ansätze, bei denen jedes Mal dieselben Wände neu aufgestemmt werden. Einen solchen Plan erstellen wir für Verwalter im Rahmen der elektrischen Gebäudebetreuung.
Firmen und Flotten
Ladestationen für Mitarbeiter und Flotten sind ein separates Thema – mit Analyse der Objektleistung, Lastmanagement mehrerer Punkte und Energieabrechnung. Details auf der Seite Ladestationen für Unternehmen.
Bevor Sie eine Wallbox kaufen, lernen Sie Ihr Zuhause kennen. Eine Stunde Audit beantwortet Fragen: welche Leistung, wo die Montage, ob DLM benötigt wird und wie viel das alles kosten wird – mit einem Kostenvoranschlag vor der Entscheidung. Vereinbaren Sie ein Audit.