Ein langsamer Gegner
Eine Überschwemmung ist sofort sichtbar – Feuchtigkeit wirkt monatelang. In einem feuchten Raum korrodieren Kontakte und Verbindungen, die Isolierung der Leitungen verliert allmählich ihre Eigenschaften, und Metallgehäuse rosten. Das Ergebnis sind Störungen der ärgerlichsten Art: unregelmäßig, wetterabhängig, verschwinden genau dann, wenn der Fachmann kommt.
In älteren Gebäuden unserer Region ist dies ein systematisches Problem – städtische Wohnungsdokumente (z.B. das Wałbrzych-Programm zur Ressourcenverwaltung) nennen unter den typischen Problemen alter Gebäude Feuchtigkeit, Wassereintritt und verstopfte Drainagen. Ein Keller in einem Vorkriegsmietshaus erfordert per Definition einen anderen Ansatz bei der Elektrik als eine trockene Garage in einem neuen Haus.
Anzeichen von Feuchtigkeit in der Installation
- Der FI-Schalter löst nach Regen oder an feuchten Tagen aus – ein Klassiker; Stromleckage durch eine feuchte Dose oder Leuchte (wie Sie Verdächtige selbst eingrenzen können, beschreiben wir in unserem Leitfaden zum Thema auslösenden FI-Schalter);
- Rostablagerungen und weiße Rückstände in Dosen, auf Tafeln, um Leuchten herum;
- Korrodierte Steckerstifte, „knisternde" Schalter;
- Beleuchtungskörper mit Wasser oder Spuren davon im Inneren des Schirms;
- Kabel, deren Isolierung beim Berühren hart wird und bricht.
Was wir dagegen tun
- Messung des Isolationswiderstands von Stromkreisen in feuchten Bereichen – dies entscheidet, ob die Kabel noch funktionsfähig sind oder ausgetauscht werden müssen;
- Ausrüstung in einer dem Raum angemessenen Schutzart – in Kellern und im Außenbereich hermetische Steckdosen und Schalter (IP44/IP65), dichte Leuchten anstelle von „nackten" Glühlampenfassungen;
- Verlegung von Dosen und Anschlüssen außerhalb von Leckagebereichen, Abdichtung von Durchführungen;
- Wo Feuchtigkeit nicht beseitigt werden kann – Stromkreise, die unter Berücksichtigung der Feuchtigkeit ausgelegt sind: entsprechende Leitungswege, Ausrüstung, Fehlerstromschutzschalter.
Die Elektrik allein beseitigt nicht die Ursache – feuchtes Mauerwerk erfordert eine Isolierung oder Drainage, und das ist ein Thema für den Bauunternehmer. Aber die Installation kann trotz schwieriger Bedingungen sicher sein, wenn sie dafür ausgelegt ist. Nach einem schwerwiegenderen Ereignis (stehendes Wasser im Raum) gilt das Verfahren aus dem Leitfaden zur Installation nach Überschwemmung.
Mieterkeller oder Gemeinschaftsflächen?
In einem Mehrfamilienhaus ist die Grenze der Verantwortlichkeit oft unklar: Der Beleuchtungskreis der Keller ist in der Regel Teil der Gemeinschaftsflächen (Verwalter), aber eine „eigenmächtig" in der Box angebrachte Steckdose nicht unbedingt. Bei den Messungen lohnt es sich, dies zu klären; eigenmächtige Stromkreise in einem feuchten Keller sind eine Einladung zu Problemen. Wir helfen Verwaltern, solche Installationen im Rahmen der Gebäudeverwaltung zu inventarisieren.
„Es löst nur bei Regen aus, man kann damit leben" – das ist der häufigste Satz, den wir bei dieser Störung hören. Man kann – solange der Strom durch die Isolierung fließt und nicht durch einen Menschen, der eine nasse Wand berührt. Vereinbaren Sie eine Messung statt sich daran zu gewöhnen: Online-Reservierung.